Einbindung der Freiwilligen Feuerwehr Eversburg in den Brandschutz in Osnabrück

Der Normalbürger mag sich fragen, was eine Freiwillige Feuerwehr macht, wo es doch schon eine Berufsfeuerwehr gibt? Die Antwort ist einfach: Bei größeren Brandeinsätzen, zu denen die Berufsfeuerwehr mit dem Löschzug (zur Information: Der Löschzug besteht aus mehreren Fahrzeugen) ausrückt (damit sind also nicht die Kleinbrände gemeint), werden die hauptamtlichen Kräfte der Berufsfeuerwehr Osnabrück durch uns Freiwillige unterstützt. Wer die Notrufnummer 112 in Osnabrück wählt, um einen Brand zu melden, der landet in der „bunten“ Leitstelle, wie die kooperative Leitstelle wegen der unterschiedlichen Farben von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten auch genannt wird, sie ist im Raum Osnabrück und dem Landkreis Osnabrück für den Einsatz alle Notrufe zuständig. Von dort aus werden alle Einsätze der Berufsfeuerwehr und auch der Freiwilligen Feuerwehr koordiniert (den Rettungsdienst wollen wir nicht unterschlagen, doch der wird erst weiter unten behandelt. Also, alles schön der Reihe nach!). Mehr infos zu Leitstelle HIER

Die Alarmierung der Freiwilligen Feuerwehr Eversburg erfolgt in diesen Fällen zeitgleich mit der Alarmauslösung bei der Berufsfeuerwehr. Zu diesem Zweck tragen alle Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr so genannte Funkmeldeempfänger bei sich (der Begriff „Pieper“ ist vielen sicher geläufiger), mit denen sie Tag und Nacht im gesamten Stadtgebiet erreichbar sind, und zwar das ganze Jahr über. Sirenenalarm gibt es in Osnabrück zum Glück nicht mehr, denn wer möchte schon gerne mit steter Regelmäßigkeit nachts aus dem Schlaf gerissen werden, weil es mal wieder irgendwo brennt? Deshalb begnügen wir uns mit dem so genannten „stillen Alarm“. Und zugegebenermaßen sind doch unsere roten Autos mit ihren Trompeten schon laut genug, oder?

Einige Leser werden es sicher schon erlebt haben, dass ein Arbeitskollege/eine Arbeitskollegin nach ein paar lustig klingenden Pieptönen und einer quäkenden Stimme mit ernstem Gesicht und schnellen Schrittes den Betrieb verlässt und dann längere Zeit nicht mehr gesehen wird. Dann ist bei uns mal wieder „Alarm“. Für die Aufgabe des sogenannten abwehrenden Brandschutzes steht uns ein Hilfeleistungs-Tanklöschfahrzeug zur Verfügung. Eine Besonderheit dieses neuen Fahrzeugs ist seine Hochdruckpumpe, mit der man besonders sparsam löschen kann.

Außerdem haben wir ein Mehrzweckfahrzeug. Bis zu 9 Personen können damit transportiert werden. In diesem Zusammenhang bedarf es noch besonderer Erwähnung, dass wir seit längerer Zeit mit einem Gerät zur Überdruckbelüftung ausgestattet sind (man muss sich das Gerät als einen Riesenpropeller auf Rädern vorstellen, der wahnsinnig viel Wind macht), zur Verfügung. Dieser Überdruckbelüfter dient dazu, Brandrauch aus Gebäuden zu drücken, damit die Einsatzkräfte eine bessere Sicht haben und der Schaden, der durch den Brandrauch am Gebäude angerichtet werden kann, möglichst gering gehalten wird.

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